Die 5 größten Fehler beim Laufen

Laufen ist ein beliebter Volkssport. Und das nicht ohne Grund. Es ist einfach, man braucht weder teure Trainingsgeräte, noch besondere Vorkenntnisse und man kann es fast überall und jederzeit machen. Fast jeder Mensch kann Laufen. Unser ganzer Körperbau hat sich vor Millionen von Jahren darauf angepasst, lange Strecken zu laufen. Die Strecke, für die heutzutage nur entschlossene Marathon-Läufer trainieren, war zu Beginn der Menschheitsgeschichte das übliche Tagespensum. Das Laufen liegt im Grunde genommen jedem einzelnen von uns von Geburt an im Blut. Aber auch beim Laufen kann man Fehler machen und sich damit selbst Steine in den Weg legen. Damit dir das nicht passiert, habe ich nachfolgend die 5 größten Fehler aufgelistet, die 95% aller Hobbysportler begehen:

 

1. Du trainierst nur für dein Aussehen

Wir erleben im Moment einen wahren Fitness-Boom. Superfoods und Proteinshakes gibt es in jedem Discounter, Fitness-Center schießen wie Pilze aus dem Boden und jeder möchte fit und gesund sein. Das ist super!

Aber viele Menschen hecheln nun ohne ein vernünftiges Konzept ins Fitness-Studio und versuchen, an Geräten den vermeintlich perfekten Body zu bekommen. Dabei vergessen sie aber leider oft eines: Ein gutes Training setzt sich aus 5 Komponenten zusammen:

  • Kraft
  • Ausdauer
  • Beweglichkeit
  • Koordination
  • Schnelligkeit

Ein gutes Fitness-Programm muss daher ausgewogen sein – nur Laufen ist letztlich genauso ineffektiv, wie nur Gewichte zu stemmen. Und damit gehen wir direkt über zu Fehler Nummer 2…

 

2. Du trainierst ohne Plan

Jogginghose an, Schuhe schnüren und los laufen – ganz easy, oder?

Moment!

Überleg mal, wie es war, als du zum letzten Mal etwas ganz neu angefangen hast. Hast du da einfach losgelegt und hast vom ersten Moment an fehlerlos beherrscht, was du tun wolltest? Wahrscheinlich nicht.
Weißt du noch, wie es war, schwimmen oder Fahrrad fahren zu lernen?
Du hast klein angefangen. Du bist vielleicht vom Fahrrad gefallen. Du musstest mehr als einmal absteigen und hast sicher jemanden gehabt, der dir geholfen hat.
Und so ist es auch mit dem Laufen. Du brauchst einen guten Trainingsplan, der auf dein Level und deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Im besten Fall erstellst du diesen Plan gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer.

Ein kleiner Tipp von mir: Alle 8 – 12 Wochen sollte der Trainingsplan angepasst werden, da sich dein Körper sonst an die Belastung gewöhnt und du keine Fortschritte machen wirst.
Apropos Fortschritte… um die zu erreichen begehen viele Hobbysportler Fehler Nummer 3.

 

3. Du überlastest dich

Einfach planlos in die Laufschuhe schlüpfen und 10 Kilometer am Stück laufen – kein Problem, denkst du jetzt vielleicht.

Doch!

Ein großes Problem, gerade für Anfänger, ist die Überlastung. 85% aller Verletzungen im Laufsport sind Folge von Überlastung. Von ambitionierten Sportlern, die zu schnell zu viel auf einmal von sich und ihrem Körper verlangen. Das gilt es also unbedingt zu vermeiden. Denn eine Sportverletzung wirft dich in deinem Training weit zurück, du wirst Tage, oft wochenlang nicht oder nur eingeschränkt trainieren können und dein Fortschritt verpufft. Denn nach einer Trainingspause kannst du nicht einfach da weitermachen, wo du aufgehört hast, sondern musst die Intensität schrittweise wieder erhöhen.

Dein Körper ist nicht unzerstörbar und keine Maschine. Übermäßige Belastung schadet oft mehr, als dass sie nutzt. Nicht nur dein Herz-Kreislaufsystem wird überlastet, sondern dein gesamter Bewegungsapparat. Knochen, Bänder und Sehnen brauchen Zeit, sich an die neue Belastung zu gewöhnen, ansonsten riskierst du schmerzhafte Verletzungen wie Bänderzerrungen, Muskelfaserrisse oder Sehnenentzündungen.Dabei ließe sich das einfach verhindern, wäre da nicht Fehler Nummer 4.

 

4. Du verzichtest auf Beratung

Heutzutage findet man zu fast allem Beratungen und Meinungen im Internet. Jeder kann sich Experte nennen.

Selbst im Fitness-Studio bedeutet eine Trainer-Lizenz nicht zwangsläufig Erfahrung. Denn eine B-Lizenz, die mindestens notwendig ist, um in einem Fitness-Studio arbeiten zu dürfen, lässt sich in nur 8 Tagen – und teilweise sogar komplett online – erwerben. Zwar stellt sie nur die Basis dar und ein guter Trainer hat mindestens eine A-Lizenz, besser noch eine Fortbildung zum Personal Trainer, aber hiermit will ich dir aufzeigen, dass nicht überall, wo ‚Experte‘ draufsteht, auch tatsächlich ‚Experte‘ drin steckt.

Und bedenke: Du vertraust diesen Menschen deine Gesundheit an.
Wenn du krank bist, googelst du zwar sicher auch hin und wieder die Symptome (und meistens hast du laut dem Internet dann Krebs), aber dann gehst du trotzdem zu einem Arzt. Denn du weißt: Keine Website der Welt kann Expertise ersetzen.

Das gilt für medizinische Fragen ganz genauso, wie fürs Laufen.
Mein Rat an dich: Such dir jemanden, der wirklich Erfahrung in seinem Gebiet hat. Geh nicht einfach irgendwo hin, sondern such dir einen Experten auf diesem Gebiet, der Laufanalysen anbietet und wirklich Fachwissen im Laufsport besitzt und die Bedürfnisse und Anforderungen vom Läufern genau kennt – ggf. diese durch wissenschaftliche Studien untermauern kann. Denk immer daran: Es geht um deine Gesundheit. Spare nicht am falschen Ende. Und damit sind wir auch schon bei Fehler Nummer 5.

 

5. Du willst kein Geld investieren

Ja, Laufen ist einfach und mit eine der kostengünstigsten Sportarten überhaupt. Aber wie du bei den anderen 4 Fehlern schon gesehen hast, kann unüberlegtes Handeln unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Es lohnt sich also, etwas Geld zu investieren. Eine vernünftige (Erst)Beratung von einem erfahrenen Coach und die für dich richtigen Laufschuhe sind das A und O – denn sonst riskierst du, wie schon gesagt, Verletzungen, die im schlimmsten Fall dauerhaft sind und dich dein Leben lang beeinträchtigen werden. Und das willst du sicher nicht, oder?

Tu dir und deinem Körper einen Gefallen und investiere in eine solide Grundausstattung. Du sparst vielleicht im ersten Moment viel Geld, wenn du deine Laufschuhe nicht im Fachgeschäft, sondern beim Discounter im Sonderangebot und ohne Unterstützung eines erfahrenen Trainers kaufst, aber gemessen an den gesundheitlichen Schäden, mit denen du möglicherweise viele Jahre zu kämpfen hast, solltest du dir gut überlegen, ob die einmalig hohe Investition nicht doch sinnvoll angelegtes Geld ist.

Übrigens: Auch ein guter Laufschuh nutzt sich mit der Zeit ab. Wann der Schuh ‚durchgelaufen‘ ist, hängt zwar hauptsächlich davon ab, wie viele Kilometer du in ihm gelaufen bist, aber auch deine Fußform und dein Gewicht spielen eine Rolle. Als grober Richtwert lässt sich sagen, dass du dir alle 3.000 – 5.000 Kilometer ein neues Paar Laufschuhe gönnen solltest. Denn auch ein guter Laufschuh erhöht, wenn er abgenutzt ist, das Risiko von Verletzungen – bis hin zu Fehlstellungen des Beckens, die nur mühsam wieder korrigiert werden können.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen

Laufen ist ein toller Sport. Mit einem ausgewogenen Trainingsplan und der Unterstützung durch einen Experten lassen sich die meisten Stolperfallen umgehen. Und dann ist es eben doch ganz einfach. Sporthose an, Laufschuhe schnüren und los geht’s.

 


 

Zum Autor

Chris Ley | Menschen nennen mich manchmal Freak. Ob 250km Wüstenrennen, 1.200km den Rhein mit einem SUP Board paddeln, 1 Jahr mit einem 2 Stundenschlaf, bei -15 Grad in Boardshorts einen Marathon in Sibirien laufen, eine Sprache in 90 Tagen lernen – in zahlreichen Selbstexperimenten teste ich Methoden und spreche aus eigener Erfahrung.

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei in die Umsetzung zu kommen. Für meine Arbeit bin ich mit dem Coaching Award 2018 ausgezeichnet worden.

Mein Ziel: am 1. Juli 2022 habe ich 1.000.000  Menschen dabei geholfen ein schöneres, fitteres und gesünderes Leben zu führen.


 

Schreibe einen Kommentar